Sehr geehrte Damen und Herren,

im vergangenen Geschäftsbericht hatten wir an dieser Stelle von einem „außergewöhnlichen Jahr 2020“ gesprochen. Leider dauert die Pandemie an, sie prägt Alltag und Geschäftsleben weiterhin. Unser Umfeld ist herausfordernder geworden: In der Bevölkerung spürt man steigende Unsicherheit, die Lieferketten der Wirtschaft haben sich als störungsanfällig herausgestellt, die Inflation ist gestiegen. Doch gleichzeitig hat sich am Kapitalmarkt ein stabiler Trend weiter verfestigt: die Nachfrage nach Wertpapieren.

Vielfach ist vom Wertpapiersparplan als „neuem Sparbuch“ die Rede. Unsere Zahlen untermauern diese Aussage: Seit November 2021 führen wir für unsere Kundeninstitute mehr als eine Million Wertpapiersparpläne, ein Wachstum von 100 Prozent innerhalb von nur 24 Monaten. Inzwischen entfallen mehr als 20 Prozent aller Transaktionen bei der dwpbank auf Sparpläne. Davon haben wir 2021 insgesamt 51,5 Millionen abgewickelt, mehr als jemals zuvor in unserer Geschichte. Auch die Anzahl der Depots liegt erstmals seit 2016 wieder deutlich über fünf Millionen.

,5

Millionen Transaktionen

Dieser Erfolg beruht auf den rund 1.200 Banken und Sparkassen, die sich auch angesichts gestiegener Anforderungen im Wertpapiergeschäft auf uns verlassen können. Denn trotz einer inzwischen immensen Zahl an technischen Zugriffen auf unsere Systeme – im Jahr 2021 waren es 3,5 Milliarden, börsentäglich also mehr als 10 Millionen Abrufe zum Beispiel von Depotbeständen – ist die Verarbeitung dieser Geschäftsprozesse und Mengen stabil verlaufen. Nicht zuletzt ein Ergebnis der laufend hohen Investitionen in unser Betriebsmodell.

3,5

Milliarden technische Transaktionen

+

Prozent

Seit November 2021 führen wir für unsere Kundeninstitute mehr als eine Million Wertpapiersparpläne, ein Wachstum von 100 Prozent innerhalb von nur 24 Monaten.

Für das aktuelle Jahr rechnen wir nicht mit einem Rückgang, im Gegenteil. Wie das Deutsche Aktieninstitut zeigt, ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland mit 12,1 Millionen stabil, das entspricht dem dritthöchsten Wert seit 2001. Phänomene wie die Rallye bei Einzeltiteln im Frühjahr 2021 wurden in den Medien zwar vielfach aufgegriffen, spiegeln aber nicht die Marktsituation wieder. Die große Mehrheit der privaten Anleger spart regelmäßig, statt zu spekulieren und dies über alle Kundengruppen hinweg bis ins Private Banking und Wealth Management hinein.

Genau deshalb haben wir im vergangenen Jahr unsere Produktfamilie Wertpapiersparen weiter ausgebaut. Seit dem Sommer 2021 können die an uns angeschlossenen Kreditinstitute ihren Kunden ein neues Angebot machen: das Sparen in einzelne Aktien. Anleger haben die Möglichkeit, mehr als 1.100 Titel von BASF bis Microsoft regelmäßig auch mit kleinen Beträgen zu besparen. Die Sparplanzahlen von Aktien, Fonds und ETFs steigen stetig an, auch deshalb wird unsere Produktfamilie 2022 weiterwachsen.

Die Produktfamilie Wertpapiersparen wird wachsen. Und auch mit dem Blockchain-Projekt finledger haben wir wichtige Schritte nach vorn gemacht.

Wertpapiersparen bietet in einem Marktumfeld mit negativen Zinsen eine alternative Renditeperspektive. Das wissen auch immer mehr junge Anlegerinnen und Anleger, die sich während der Pandemie dem Kapitalmarkt zugewendet haben – vielfach online oder über das Smartphone. Banken und Sparkassen bieten ihren Kunden hier stetig verbesserte Lösungen. Auch wir haben für diese onlineaffine Zielgruppe 2021 ein neues Angebot eingeführt: Bis Ende des Jahres 2023 erheben wir für junge Neukunden von Banken und Sparkassen keine Depot- oder Bestandsgebühren.

Von diesen und weiteren Neuerungen – unter anderem flexiblen Depotpreismodellen – profitieren inzwischen mehrere neue Kundeninstitute: Neben Deutschlands größter Sparkasse, der Hamburger Sparkasse, zählt seit Herbst 2021 auch der S Broker als zentraler Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe zu unseren Kunden. Insgesamt fünf Migrationen haben wir im Verlauf des vergangenen Jahres sicher ins Ziel gebracht, über weite Strecken liefen die Projekte parallel. Mit Blick auf die damit verbundenen Herausforderungen und unser historisch großes Projektportfolio keineswegs

selbstverständlich, wie in den zurückliegenden Jahren Beispiele im deutschen Markt gezeigt haben.

Für diese und viele weitere Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen wir aufrichtig Danke. Die Erfolge des Jahres 2021 sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen durch Corona noch einmal höher zu bewerten als ohnehin. Um diese positive Entwicklung zu verstetigen, starten wir in diesem Jahr unter anderem „Fit für 2024“ – ein Projekt, das unsere Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg hin zum New Work unterstützen wird.

Als Vorstandsteam, zu dem seit Ende 2021 unser Kollege Martin Zoller als Experte für Finanz- und Risikomanagement gehört, freuen wir uns auf die Aufgaben, die vor uns liegen. Auch künftig wird uns der Anspruch leiten, Ihr Wertpapiergeschäft zu stärken. In diesen unruhigen Zeiten können Sie auf uns als Marktführer zählen.

Wir sind Wertpapierservice.

Herzlichst

Dr. Heiko Beck

Markus Neukirch

Martin Zoller