Zukunftsweisende Projekte

Um unsere Position als Marktführer für stabile und hochqualitative Wertpapierservices auszubauen, verfolgen wir eine Strategie, die dem stetigen Wandel der Finanzbranche Rechnung trägt und die Plattform der dwpbank stärkt. Ziele sind Mehrgeschäft durch neue Produkte und steigende Kundennutzung auf einer stabilen und modernen Technologie. Hier investieren wir massiv, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein und den Bedarf unserer branchenweiten Kundenbasis optimal zu erfüllen.

Von der Migration werden unsere Kunden stark profitieren. Das erweiterte Produktangebot steht jetzt integriert über unsere Filialen, unsere Internetfiliale und die Sparkassen-Apps zur Verfügung. Auf allen Kanälen kann man auf unser Wertpapier-Angebot schnell und sicher zugreifen – das ist kundenfreundlich.

Axel Kodlin, Vorstandsmitglied für das Ressort Prozesse, IT und Marktfolge bei der Hamburger Sparkasse

Migrationen: Sicher und zuverlässig

2021 haben wir für mehrere Kunden komplexe Migrationsvorhaben erfolgreich umgesetzt, die meisten davon zeitlich parallel. Die beteiligten Banken und Sparkassen konnten von der Zuverlässigkeit, Kundennähe und Praxiserfahrung unserer Migrationsteams profitieren. Um den nachhaltigen Erfolg der Migration zu sichern, haben wir unsere Kunden mit fachlichen und technischen Workshops sowie intensiven Schulungen auf die veränderten Prozesse vorbereitet.

Hamburger Sparkasse

Deutschlands größte Sparkasse, die Hamburger Sparkasse, hat ihre komplette Wertpapierabwicklung und -verwaltung im Herbst 2021 erfolgreich auf unsere Systemplattform migriert. Schon 2018 hatte die Haspa ihre Verwahrservices an uns ausgelagert, ab Januar 2020 wurde dann die vollständige Migration in Gang gesetzt. Neben effizientem Wertpapierservice kann die Haspa ihren Kunden mit unserer Produktfamilie Wertpapier-sparen jetzt auch ein deutlich erweitertes Sparplanangebot machen.

S Broker

Der S Broker, der zentrale Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe, betreibt seine Wertpapierabwicklung und -verwahrung seit dem 1. November über unsere Plattform. Das Tochterunternehmen der DekaBank hatte sich für den Wechsel entschieden, um unsere Standards zu nutzen und seinen rund 184.000 Kundinnen und Kunden neue und bessere Services anbieten zu können. Pro Jahr wickeln wir nun rund 3,5 Millionen Transaktionen für den S Broker ab. Anlegerinnen und Anleger handeln weiter über die Nutzeroberfläche des S Brokers, profitieren aber von einem erweiterten Derivateangebot, neuen Sparplanfunktionen und steuerlichen Services.

Kundinnen und Kunden

Bankhaus Hafner und Bankhaus Werhahn

Diese beiden traditionsreichen Privatbanken betreuen wir seit 2021 als Kooperationsbanken der DZ BANK, für die wir seit vielen Jahren erfolgreich Leistungen erbringen. Die Migration des Bankhauses Anton Hafner aus Augsburg erfolgte planmäßig Mitte April. Ein halbes Jahr später wurde Mitte Oktober auch die Migration des Bankhauses Werhahn aus Neuss reibungslos abgeschlossen.

Augsburger Aktienbank

Am ersten Oktoberwochenende 2021 haben wir rund 43.500 Depots der Augsburger Aktienbank auf unseren Bestandskunden European Bank for Financial Services (ebase) übertragen. Damit wurde die ein Jahr zuvor angekündigte Übernahme des Wertpapiergeschäfts der Augsburger Aktienbank erfolgreich vollzogen. ebase, eine der führenden B2B-Direktbanken in Deutschland mit über 400 Kooperationspartnern, hatte uns Mitte 2020 mit einer Vorstudie für das Vorhaben beauftragt; die operative Umsetzung begann im Januar 2021.

Mit dem S Broker erbringen wir Wertpapierservices erstmals für einen reinen Wertpapier-Online-Broker. Unter unseren Sparkassen-Kunden schließen wir damit die letzte Lücke und erbringen unsere Services für alle derzeit 376 Institute. Von den Bündelungseffekten, die daraus resultieren, profitieren alle unsere Kundengruppen.

Heiko Beck, Vorstandsvorsitzender der dwpbank

MoveWP3: Flexibel und agil in der Hybrid-Cloud

Unter dem Namen „MoveWP3“ entwickeln wir unsere Plattform WP2 zu einer modularen, hochmodernen Wertpapierplattform weiter. Zwar bietet unser bestehendes IT-Kernsystem hohe Performance und Ausfallsicherheit, mit Blick in die Zukunft ist es aber nur begrenzt modernisierungsfähig. Um die wechselnden Anforderungen des Marktes zu erfüllen, benötigen wir flexible technologische Strukturen sowie agile Prozesse und Entwicklungsteams.

Cloud-Lösungen bieten hierfür eine sichere technologische Grundlage. Dezentrale IT-Dienstleistungen aus der Cloud sind dynamisch, bedarfsorientiert und in kurzer Zeit viel-seitig skalierbar. Die benötigte Performance und Speicherkapazität lassen sich zeitnah an den jeweiligen Bedarf anpassen.

Wir nutzen daher seit 2021 erstmals einen Public-Cloud-Anbieter für die Bereiche Test und Entwicklung unserer WP3-Software. Unsere WP3-Produktivsysteme werden auf der Private-Cloud-Infrastruktur des Sparkassen-IT-Dienstleisters Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS) betrieben.

Die flexible cloudbasierte Technologie ermöglicht es uns, die neue WP3-Architektur noch besser in immer schneller werdende Entwicklungszyklen zu integrieren. Moderne Anwendungen bestehen heutzutage aus einer Vielzahl unabhängiger Komponenten („Microservices“). Die Entwickler können dabei an unterschiedlichen Anwendungen oder Komponenten gleichzeitig arbeiten.

Als Partner haben wir uns für Amazon Web Services (AWS) entschieden, den weltweiten Marktführer im Bereich Cloud-Infrastruktur. Dabei nutzen wir „Infrastructure as a Service“. Das heißt, wir verwalten Anwendungen, Sicherheitsmaßnahmen, Daten und Betriebssysteme selbst. Damit verbleibt die Verantwortung insgesamt, wie regulatorisch gefordert, bei der dwpbank. Dank dieser Hybrid-Cloud kann die WP3-Architektur künftig das Beste aus zwei Welten verknüpfen.

„Unser Team hat seine hohe Kompetenz und Verlässlichkeit bei komplexen Migrationsvorhaben erneut bestätigt“, sagt Markus Neukirch, Vorstandsmitglied der dwpbank. „Nach dem termin-, sach- und kostengerechten Abschluss des Projekts freuen wir uns, die Hamburger Sparkasse nun in allen Bereichen des Wertpapierservice zu unterstützen.

Markus Neukirch, Vorstandsmitglied der dwpbank

finledger: Erste Corporate-Schuldscheine emittiert

Die Blockchain-basierte Plattform finledger erlaubt es, bei der Emission von Schuldscheindarlehen (SSD) alle Abwicklungsschritte vollständig digital und fälschungssicher durchzuführen. Dies vereinfacht und beschleunigt den Prozess und trägt zur Verminderung von Risiken bei. Gemeinsam mit unseren Partnern DZ BANK und DekaBank haben wir finledger seit dem ersten Pilotgeschäft im Jahr 2019 kontinuierlich weiterentwickelt.

Wie geplant, konnten wir 2021 erstmals auch Corporate-Schuldscheine über die neue Plattform abwickeln: Die Sixt SE platzierte über finledger erfolgreich zwei langfristige Schuldscheindarlehen im Volumen von insgesamt 100 Mio. Euro. Durch die Digitalisierung von bislang rein papierhaften Prozessen wie der Erstellung und Verwahrung von Urkunden bietet die Blockchain-Technologie erhebliche Vorteile bei der administrativen Abwicklung.

„Mit der Blockchain-basierten Abwicklung der Emission unterstreichen wir unseren Anspruch, auch unsere Finanzorganisation immer stärker zu digitalisieren. SIXT steht für innovative Lösungen. Dies gilt nicht nur für unser gesamtes Angebot, sondern auch für Prozesse wie Schuldscheinemissionen.“

Prof. Dr. Kai Andrejewski, Finanzvorstand der Sixt SE

Neue modulare Infrastruktur für Derivate

Derivate wie Futures und Optionen wickeln wir nicht auf der hauseigenen Plattform, sondern über einen externen Partner ab. Fortan nutzen wir dafür die Software primedex® der Firma Revendex. Die neue Derivate-Infrastruktur bietet eine Reihe von Vorteilen: modularer Aufbau und größtmögliche Flexibilität, effiziente Erfüllung von Marktanforderungen wie Echtzeitverarbeitung, Workflow-Gestaltung und Minimierung von Abwicklungsrisiken.

In den vergangenen beiden Jahren haben wir unsere vier Kunden im Bereich Derivate auf primedex® migriert: HCOB (März 2020), Oddo/BHF (Juni 2020), Helaba (Juni 2021) und BayernLB (August 2021). Sie alle nutzen unseren Full-Service. Das bedeutet, dass wir Derivate vollständig für das Kundeninstitut abwickeln, während wir anderen Kunden wie der DZ BANK das System zur Nutzung durch deren Derivate-Fachbereich bereitstellen. Seit Januar 2021 läuft auch die Produktion der DZ Bank stabil in primedex®.

Herzstück von WP3: Das neue Ordermanagementsystem
Mehr als 90 Microservices sind im Zuge von MoveWP3 bereits in Produktion. Im Jahr 2021 hat das MoveWP3-Team nun die ersten Herausforderungen bei der Erneuerung der Orderplattform gemeistert. Das Team hat die Anforderungen an die Plattform ausgearbeitet und mit Accenture einen starken Partner im Zuge einer Ausschreibung ausgewählt, um die neue Orderplattform gemeinsam zu entwickeln. Dabei sollen wichtige Schlüsselpositionen in einem agilen Zusammenarbeitsmodell durch die dwpbank besetzt werden. So wurde der Grundstein für einen gelungenen Start in das Entwicklungsprojekt gelegt.

„Unser WP2 Ordersystem ist über viele Jahre gewachsen und wird fachlich wie technisch stabil und mit einer hohen Qualität betrieben. Der sehr dynamische Wettbewerb zeigt uns jedoch, dass wir uns darauf nicht ausruhen dürfen. Wir wollen uns verändern, damit wir unseren Kunden mehr Flexibilität und die schnellere Umsetzung von Anforderungen bieten können.“

Christina Krämer, Programmleiterin MoveWP3

„dwpbank und Revendex werden die gemeinsame Kooperation in den nächsten Jahren weiter ausbauen, um auch langfristig partnerschaftlich die positive Entwicklung des Systems primedex® zu begleiten.“

Markus Neukirch, Vorstandsmitglied der dwpbank