Neue Produkte, innovative Services

Das nachhaltig steigende Interesse an Wertpapieren fördert das Provisionsgeschäft unserer Kundeninstitute. Wir unterstützen sie dabei mit zusätzlichen Angeboten für das Wertpapiersparen durch den weiteren Ausbau unserer Depotinfrastruktur. Zusätzlich können unsere Kundeninstitute ihr Anlagegeschäft durch individualisierbare Depotmodelle flexibler und risikoärmer gestalten – und von niedrigeren Kosten profitieren.

Wertpapiersparen: Wachsendes Interesse, mehr Auswahl

Der Trend zum Wertpapiersparen hat sich 2021 fortgesetzt und gewinnt auch für das Geschäft der dwpbank weiter an Bedeutung. Im November führten wir für unsere Kundeninstitute erstmals mehr als eine Million Wertpapiersparpläne, bis zum Jahresende 2021 stieg die Gesamtzahl sogar auf 1,1 Millionen. Das entspricht fast einer Verdoppelung innerhalb von nur 24 Monaten.

1,1

Millionen

Annähernd die Hälfte der Sparpläne entfällt auf ETFs und klassische Fonds, wobei passive Produkte aktuell ein etwas stärkeres Wachstum aufweisen als gemanagte Fonds. Der kräftige Aufschwung der Sparpläne macht sich auch beim Orderaufkommen bemerkbar: Rund jede fünfte abgewickelte Transaktion der dwpbank war 2021 eine Sparplanausführung – mit steigender Tendenz.

Um mittel- bis langfristig orientierten Anlegern mehr Auswahl und Flexibilität zu bieten, haben wir unsere Produktfamilie Wertpapiersparen im Jahr 2021 wesentlich erweitert: Neben klassischen Fonds, ETFs und Zertifikaten stehen unseren Kunden jetzt auch Sparpläne für Einzelaktien zur Verfügung. Für Anleger schaffen wir damit eine attraktive

Anlagemöglichkeit durch regelmäßiges Sparen in nationale und internationale Aktientitel – auch mit kleinen Beträgen und Bruchteilen einer Aktie. Ebenso profitieren die Kunden durch den festen Anlagebetrag vom sogenannten Cost-Average Effekt, d. h. bei niedrigen Kursen wird mehr gekauft und bei höheren Kursen weniger.

Zum Start des Angebots im Mai waren die Aktien des damaligen DAX 30 mit Sparplänen verfügbar, also die beliebtesten Einzeltitel unter deutschen Anlegern. Bereits im Juli haben wir die Auswahl erheblich erweitert und Aktien aus weiteren wichtigen Indizes auf-genommen, darunter dem amerikanischen S&P 500, dem Euro STOXX 50 und dem Hang Seng aus Hongkong. Insgesamt können unsere Kundeninstitute ihren Anlegerinnen und Anlegern damit eine breite Palette von Sparplänen für rund 1.100 Einzelaktien weltweit anbieten.

Einzelaktien

Grundsätzlich beobachten wir ein gestiegenes Anlegerinteresse an Aktien außerhalb des Euroraums. Im Jahr 2021 hat sich beispielsweise unser Ordervolumen von US-Aktien wie Apple, Amazon, Google und Tesla um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Automatisierte Auskehr von Zuwendungen: Prozessoptimierung senkt Kosten

Als Teil unseres Serviceangebots hatten wir bisher schon die Einkehr von umsatz- und bestandsabhängigen Zuwendungen und die Weiterverbuchung auf ein zentrales Konto auf Institutsebene übernommen. Eine Weiterleitung bis auf Depotkundenebene nahmen unsere Kundeninstitute, soweit gewünscht, meist manuell vor.

Dieser Schritt wird seit 2021 von der dwpbank übernommen. Dadurch erfolgt die Auskehr von Zuwendungen automatisiert direkt nach deren Erhalt – bis zum Depotkunden. So können Finanzinstitute durch effizientere Prozesse Kosten senken und gleichzeitig die korrekte steuerliche Behandlung der Zuwendungen sowie die Berücksichtigung im Ex-Post-Reporting sicherstellen.

Es zeigt sich, wie nachhaltig der Trend zum Wertpapiersparen in allen Institutsgruppen geworden ist. Im nächsten Jahr werden weitere Sparplanmöglichkeiten für unsere Kundeninstitute hinzukommen, gebündelt in unserer Produktfamilie Wertpapiersparen.

Heiko Beck, Vorstandsvorsitzender der dwpbank

Pauschalpreismodell: Mehr Flexibilität für Depotkunden

Pauschalpreismodelle setzen sich am Markt immer stärker durch. Privatkunden schätzen die hohe Kostentransparenz, während Banken und Sparkassen mit diesen Modellen ihre Erträge aus dem Wertpapiergeschäft stabilisieren und steigern können. Seit 2021 ermöglichen wir unseren angeschlossenen Banken und Sparkassen, zusätzlich zu den bisher bekannten Funktionalitäten auch Pauschalpreismodelle zu nutzen.

Das bedeutet, die Institute müssen sich nicht mehr mit individuellen Lösungen behelfen, die erhöhten Aufwand und rechtliche Herausforderungen bedeuten.

Stattdessen können sie ihre jeweiligen Preismodelle einfach in WPDirect konfigurieren und den Depotkunden einzeln zuordnen. Die Berechnung des Entgelts erfolgt automatisch, und manuelle Prozesse können abgelöst werden.

Der neue Service bietet hohe Flexibilität mit einer Vielzahl von individuell gestalteten Modellen. Auf Wunsch kann die Vereinbarung mit dem Depotkunden über das zu verwendende Modell zeitlich begrenzt werden.

Mit der Erweiterung unseres Angebots machen wir Aktiensparen noch attraktiver. Mittel- bis langfristig orientierte Anleger haben jetzt eine wesentlich größere Auswahl und können Gelegenheiten an den internationalen Märkten wahrnehmen.

Dr. Albrecht Reihlen, Leiter Kundenmanagement und Vertrieb der dwpbank

Junges Depot: Anreize für eine neue Generation

Banken und Sparkassen, die eine Generation junger, gut informierter Anleger und Wertpapiersparer an sich binden wollen, müssen sich gegen Marktteilnehmer behaupten, die mit neuen Preismodellen an den Markt drängen. Wir unterstützen Banken und Sparkassen im Wettbewerb und haben die Preise im Neukundengeschäft und beim Wertpapiersparen gesenkt.

Dabei werden seit Jahresbeginn 2022 alle neu eröffneten Depots von Privatkunden unter 30 Jahren für zwei Jahre von den Stückpreisen für Depot- und Bestandsführung befreit. Institute, die diesen Vorteil weitergeben, haben ein starkes Argument im Neukundengeschäft.

Zum gleichen Zeitpunkt haben wir die Preise für alle Sparplanausführungen deutlich gesenkt und dabei zwischen ETF- und Fonds-Sparplänen differenziert. So geben wir unseren Kundeninstituten zusätzlichen Schub im florierenden Wachstumsmarkt Wertpapiersparen.

Die Deutschen haben die Aktie wiederentdeckt. Knapp 50.000 Anlegerinnen und Anleger unter 30 Jahren haben laut Deutschem Aktieninstitut (DAI) im Jahr 2021 mit dem Aktiensparen begonnen. Insgesamt beträgt die Zahl der Aktiensparerinnen und Aktiensparer in diesem Alterssegment damit rund 1,5 Millionen. Auch wenn dieser Wert nach dem Hoch im Jahr 2020 leicht zurückgegangen ist, zeigt sich, dass das Interesse an regelmäßigem Sparen in Wertpapieren weiterhin ungebrochen ist.