Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Börsenjahr 2019 war von geopolitischen Einflüssen wie dem Brexit, dem US-chinesischen Handelskonflikt und dem anhaltenden Negativzinsumfeld am Rentenmarkt geprägt. Trotz zwischenzeitlicher Schwankungen beendeten die Aktienmärkte das Jahr mit einem deutlichen Plus. In diesem Umfeld bleiben wir als führender Dienstleister für Wertpapierservices in Deutschland der zuverlässige Partner, Berater und Lösungsanbieter an der Seite unserer Kunden.

2019 haben wir unseren eingeschlagenen Weg der Veränderung fortgesetzt. Wir haben neue Produkte eingeführt, Prozesse effizienter gestaltet sowie in Technologie und Personal investiert. Die Marktentwicklung im Wertpapiergeschäft hat dabei zu einem erheblichen Anstieg unserer Transaktionszahlen geführt. Mit 27,8 Mio.

Transaktionen haben wir 2019 eine Steigerung von circa 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. Die Anzahl der betreuten Endkundendepots stieg im gleichen Zeitraum leicht auf 4,8 Mio. zum Jahresende. Das Ergebnis vor Steuern 2019 lag bei 24,5 Mio. Euro und 15,7 Mio. Euro nach Steuern.


27,8

Mio. Transaktionen


4,8

Mio. Depots


24,5

Mio. Euro Ergebnis vor Steuern


1.250

Kundeninstitute

Mit 27,8 Mio. Transaktionen haben wir 2019 eine Steigerung von circa 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht.

Das Ziel, unsere marktführende Position für Wertpapierservices im deutschen Finanzmarkt zu festigen, verfolgen wir weiter konsequent. Unser Strategieprogramm dwpbank 4.0 zur Steigerung der Effizienz und zur Realisierung zusätzlicher Wachstumspotenziale wurde zum Jahresende erfolgreich abgeschlossen. Die im Rahmen des Programms eingeführte End-to-End-Optimierungsmethode, mit der während der Laufzeit des Programms insgesamt über 900 Maßnahmen umgesetzt wurden, führen wir weiter fort.

Der sukzessive Ausbau der 2017 gegründeten dwp Service GmbH ist planmäßig vorangeschritten. Ebenfalls im Rahmen des Strategieprogramms dwpbank 4.0 haben wir 2019 mit der Vertriebsoffensive für das Marktfolgeprodukt BOSC-Services über 95.000 neue Depots gewonnen. Auch den Ausbau unserer Wertpapierservices haben wir fortgeführt: 2019 konnten wir die Sparplanfunktionalität für die Genossenschaftliche FinanzGruppe umsetzen und haben mit der Realisierung des Aktiensparplans begonnen.

2019 haben wir mit der Vertriebsoffensive für das Marktfolgeprodukt BOSC-Services über 95.000 neue Depots gewonnen.

Um unseren Kunden dauerhaft zukunftsfähige, effiziente und skalierbare Wertpapierservices bieten zu können, modernisieren wir weiterhin unsere IT-Plattform. Ziel ist es, im Rahmen des Programms MoveWP3 unsere Herstellungskosten zu senken, die Flexibilität zu steigern und die langfristige Entwicklungsfähigkeit der IT-Systeme zu sichern. Die technische Weiterentwicklung der Abwicklungssysteme geschieht in enger Zusammenarbeit mit unserer Tochtergesellschaft dwp Software Kft. in Budapest. Unsere Innovationsfähigkeit konnten wir 2019 unter anderem mit dem Projekt finledger unter Beweis stellen:

Gemeinsam mit unseren Partnern DekaBank, DZ BANK und Helaba haben wir die erste Blockchain-basierte Plattform für die Abwicklung emittierter Schuldscheindarlehen in Deutschland realisiert. So können bisher überwiegend manuelle Prozesse vollständig digitalisiert stattfinden, was erhebliche Zeit- und Effizienzgewinne ermöglicht. Im Mai wurde ein erstes Pilotgeschäft über finledger erfolgreich abgeschlossen, und bereits Ende November erfolgte die erste rechtswirksame Abwicklung mit einem projektunabhängigen Partner. Ab 2020 soll die Plattform weiteren Marktteilnehmern zur Verfügung stehen.

Mit unserem Kunden Hamburger Sparkasse haben wir Gespräche über die Migration ihrer gesamten Wertpapierabwicklung auf unsere Plattform geführt und sind erfolgreich in das gemeinsame Migrationsprojekt gestartet.

Wir freuen uns außerdem sehr, dass wir 2019 mit der Kreissparkasse Ludwigsburg, der Sparkasse Rhein-Nahe, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und der Kreissparkasse Tübingen weitere Kunden für unsere Services gewinnen konnten. Die vier Institute sind im Oktober zur dwpbank migriert. Mit unserem Kunden Hamburger Sparkasse haben wir in diesem Jahr Gespräche über die Migration ihrer gesamten Wertpapierabwicklung auf unsere Plattform geführt und sind im ersten Quartal 2020 erfolgreich in das gemeinsame Migrationsprojekt gestartet.

Wir befinden uns im engen Dialog mit unseren Kunden, um ihre Bedürfnisse bestmöglich zu erfüllen und das gemeinsame Geschäft weiter auszubauen. Im Rahmen des Kundenbeirats und der Service Advisory Boards berichten wir über unsere Aktivitäten und diskutieren Zukunftsthemen wie die fortschreitende Digitalisierung oder künftige Produktanforderungen.

Weiterhin investieren wir auf vielfältige Weise in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2019 lag der Schwerpunkt der Personalentwicklung auf dem Ausbau der Methodenkompetenz und dem kontinuierlichen Skillumbau in der IT. Mitarbeiter mit besonderer Perspektive fördern wir früh und umfassend mit einer zukunftsgerichteten Personalplanung im Rahmen unseres Entwicklungsprogramms „Q3 – Qualifizierung, Qualität und Quantität“. Das Jahr 2020 wird die Finanzinstitute in Deutschland und ihre Kunden vor neue Herausforderungen stellen.

Risiken wie die Corona-Krise zeigen indes die Anfälligkeit für Marktvolatilitäten. Die US-Präsidentschaftswahlen oder die Unklarheit über die Ausgestaltung des Brexits könnten ebenfalls zu Marktbewegungen führen. Daneben werden auch die regulatorischen Anforderungen im Finanzsektor und speziell in unserem Kerngeschäft weiter steigen. Wir sehen dies als Chance, durch Zuverlässigkeit, konsequenten Kundenfokus und durch Innovationen unsere Position als führender Dienstleister für Wertpapierservices in Deutschland weiter auszubauen.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und den starken Teamgeist, den sie auch 2019 wieder gezeigt haben. Bei unseren Kunden bedanken wir uns für ihr anhaltendes Vertrauen und ihre enge Partnerschaft. Wir freuen uns darauf, Sie auch 2020 in Ihrem Wertpapiergeschäft zu unterstützen. Denn wir sind Wertpapierservice! Herzlichst

Dr. Heiko Beck

Markus Neukirch

Thomas Klanten