Innovativ und analytisch

Stabilität und Performance im Wertpapierservice sind das Versprechen an unsere Kunden – heute wie in Zukunft. Um unsere führende Marktposition zu festigen und auszubauen, investieren wir laufend in die Technologien und Systeme von morgen. Wir bauen unsere zentrale Plattform mit neuen Technologien im Sinne der Kunden weiter aus. Wir setzen Meilensteine bei der Nutzung von Blockchain-Technologie, finden Lösungen für die optimierte Datennutzung und innovative Abwicklung und generieren zusätzliches Wachstum im Sparplangeschäft.

finledger: Schuldscheinabwicklung mit Blockchain-Technologie

Für institutionelle Investoren stellen Corporate-Schuldscheindarlehen (SSD) eine attraktive Alternative zu Krediten und Anleihen dar. Die Abwicklung erfolgte bislang überwiegend manuell und papierhaft. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der DekaBank, der DZ BANK und der Helaba haben wir 2019 erstmals die vollständige digitale Abwicklung von SSD auf der Blockchain-Plattform finledger ermöglicht und damit einen Marktstandard etabliert. finledger erlaubt es uns, SSD mithilfe eines digitalen Netzwerks ohne zentrale Steuereinheit sicher und transparent abzuwickeln, von der Datenerfassung bis zur Erstellung der Urkunden.

Jede Urkunde erhält eine elektronische Signatur zur Echtheitsprüfung, und die Abwicklung über die Blockchain macht die Transaktion fälschungssicher. Aufwendige Medienbrüche wie der Versand von Papierdokumenten werden durch die Bündelung der Prozessschritte vermieden. So können wir die Einzelschritte im Vergleich zum herkömmlichen Prozess um mehr als die Hälfte reduzieren, die Abwicklungsgeschwindigkeit signifikant erhöhen sowie Prozessrisiken und -kosten verringern.

Die Möglichkeiten, die sich durch Nutzung einer Blockchain eröffnen, heben das Produkt Schuldscheindarlehen auf eine völlig neue Ebene. Die plattformbasierte Abwicklung ist ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung Effizienzen über ganze Prozessketten heben und gleichzeitig die Attraktivität eines Produktes verbessern kann.

Marion Spielmann, Leiterin Bankgeschäftsfelder & Verwahrstelle, DekaBank


Im Mai 2019 haben wir gemeinsam mit unseren Partnern ein erstes Pilotgeschäft über finledger erfolgreich abgeschlossen. Ende November erfolgte dann die erste rechtswirksame Abwicklung mit einem projektunabhängigen Partner: Die NRW.BANK und die DekaBank führten eine vollständig digitale SSD-Transaktion über 5 Mio. Euro durch und wickelten sie auf der Blockchain-Plattform ab.

Wir planen, die Plattform künftig für zusätzliche Teilnehmer zu öffnen; dabei werden wir als dwpbank das technische Onboarding von Darlehensgebern und -nehmern übernehmen. Darüber hinaus geben wir weiteren Instituten die Möglichkeit, sich dem Konsortium von finledger anzuschließen, um Netzwerkeffekte und einen stetigen Know-how-Transfer zu erreichen.

Wie auch bei weiteren Wertpapierservices im deutschen Finanzmarkt nehmen wir bei der digitalen Abwicklung von Schuldscheindarlehen eine zentrale Rolle ein und bündeln die Umsetzung technischer Anforderungen in unserem Haus. Gleichzeitig ist die Plattform für uns die Basis, um weitere Finanzprodukte mithilfe der Blockchain zu digitalisieren und unser Serviceangebot auszubauen.

Markus Neukirch, Vorstand IT und Operations, dwpbank

Data Lab: Prozesse optimieren, Daten effizient nutzen

Die Daten von Depotkunden und ihre zielgerichtete Analyse werden angesichts knapper Vertriebsressourcen und sich wandelnder Kundenansprüche immer wichtiger. Mit dem Data Lab machen wir unseren Kunden seit 2018 ein innovatives Angebot, das es ihnen ermöglicht, das Verhalten der eigenen Endkunden besser zu verstehen, um so zum Beispiel die Vertriebsaktivitäten zu bestimmten Themen gezielt zu stärken.

Anwendungsfälle ergeben sich auch innerhalb der dwpbank. So sind wir in der Lage, interne Prozesse zu optimieren und regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen. 2019 konnten wir im Rahmen des Data Labs ein Projekt zur Verprobung von künstlicher Intelligenz bei der Bearbeitung von Servicetickets unterstützen.

Es wurden unstrukturierte Daten wie Freitexte analysiert und neuronale Netze verwendet, um die Ticketbearbeitung im Support zu verbessern. Ebenfalls 2019 wurden Probeläufe zur Prozessoptimierung im Rahmen der Zentralverwahrer-Regulierung (CSDR) erfolgreich abgeschlossen. In Kooperation mit einem externen Beratungsunternehmen bieten wir 2020 außerdem einen Service zur Datenanalyse an, der unseren Kunden auf Basis der Auswertung von Depotdaten eine gezieltere, systematischere Marktbearbeitung im Wertpapiergeschäft ermöglicht.

Unsere Kunden erwarten von uns zurecht innovative Angebote, um sie in ihrem Geschäft optimal zu unterstützen und partnerschaftlich zu beraten.

Kai Kauffmann, Leiter Digitalisierungsmanagement, dwpbank

Data Lab: Prozesse optimieren, Daten effizient nutzen

Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass Sparpläne ein kontinuierliches Wachstum aufweisen. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Depotentwicklung unserer Kunden wider. Das Anlagevolumen der bei uns betreuten Sparpläne (Fonds und ETF) hat 2019 erstmals die Grenze von 1 Mrd. Euro überschritten. Wir entwickeln deshalb seit 2017 ein umfangreiches Produktuniversum, um zusätzliches Wachstum im Sparplangeschäft unserer Kunden zu ermöglichen. Aktuell befindet sich der Aktiensparplan in Vorbereitung, der speziell für unsere Direktbankkunden zur Abrundung deren Produktspektrums interessant ist. Weitere Ausbauvarianten zum Wertpapiersparen werden folgen.

Das WAM (Depotthesaurierung) ermöglicht die laufende Thesaurierung von Dividenden, Zinsen und Fondserträgen, die sonst auf das Girokonto fließen würden. Endkunden entscheiden sich einmalig für eine oder mehrere Zielgattungen – zum Beispiel Fonds oder ETFs – und erhalten so die Chance zum kontinuierlichen Vermögensaufbau. Finanzinstitute wie die Stadtsparkasse München oder die Santander Consumer Bank AG profitieren ihrerseits von höherem Produktabsatz im Depot B und verstärkter Kundenbindung.

Funktionsweise und Vorteile des WAM haben wir 2019 auf einer Reihe von Kundenveranstaltungen erklärt. Kurz und kompakt bringen auch zwei Erklärfilme dem Zuschauer das Thema näher. Ende 2019 wurde das WAM bereits von 190 unserer Kunden mit insgesamt mehr als 100.000 Transaktionen genutzt.

MoveWP3: Schritte zur modularen Abwicklungsplattform

Mit dem 2018 gestarteten Programm MoveWP3 stellen wir die Weichen für die sukzessive Übertragung der Wertpapierabwicklung auf das moderne und zukunftsfähige System WP3. Anders als sein bewährtes Vorgängersystem WP2 wird WP3 als modulare Plattform mit moderner IT-Infrastruktur basierend auf neuen Cloud-Technologien aufgesetzt. Es soll unseren Kunden mehr Servicetiefe sowie höhere Flexibilität und Geschwindigkeit bei unverändert hoher Stabilität und Performance bieten.

Im März 2019 konnten wir den ersten Fachprozess in der neuen Systemarchitektur in Produktion nehmen: die automatisierte Erstellung von Fondsanschreiben. Der gesamte Prozess wurde vollständig nach agilen Methoden als Microservice programmiert und läuft seitdem sehr stabil. Mit diesem Pilotprozess haben wir die fachliche und technische Basis für die nächsten Schritte in der neuen Systemwelt geschaffen.

Für 2020 ist die Umsetzung der ersten gesetzlichen Anforderung im Umfeld ausländischer Hauptversammlungen in Microservice-Technologie geplant. Im Rahmen unserer Geschäftsstrategie soll MoveWP3 unsere starke Marktposition festigen und Finanzinstituten, deren eigene Wertpapierabwicklung nicht mehr zukunftsfähig ist, den Wechsel auf unser System perspektivisch erleichtern.

Ich bin davon überzeugt, dass WP3 eine wesentliche Grundlage für unseren Erfolg in der Zukunft ist. Nur mit einer Technologie, die up to date ist, können wir uns schnell verändern und durchgängige effiziente Prozesse schaffen.

Christina Krämer, Programmleiterin MoveWP3, dwpbank

dwp Software Kft.: mehr Verantwortung für unsere Tochtergesellschaft

Die dwp Software Kft. mit Sitz in Budapest bietet uns ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen auf den Gebieten Software-Entwicklung, Beratung und Projektführung an. 2019 haben wir die Aufgaben unserer Software-Tochter wie geplant sukzessive ausgebaut und damit die erste Phase der Kompetenzerweiterung abgeschlossen. Im Laufe des Jahres wurde die technische Anwendungsverantwortung für zentrale Anwendungen nach Ungarn übertragen. Zugleich konnten dort weitere Module für MoveWP3 entwickelt und ausgeliefert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der dwp Software Kft. waren auch Teil des virtuellen Teams im Bereich IT-Incidentmanagement.

Die dwp Software Kft. beschäftigt aktuell mehr als 40 festangestellte Mitarbeiter, ein Anstieg um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr; hinzu kommt eine zweistellige Zahl von freien Softwarespezialisten. Wir investieren kontinuierlich in Trainings, um die enge und gute Zusammenarbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland und Ungarn weiter zu fördern.